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Abtreibungsmethoden

Abtreibungsmethoden

Absaugmethode:
Bei der weit verbreiteten chirurgischen Abtreibungsmethode wird das vorgeburtliche Kind in Stücke gerissen und abgesaugt. Absaugen ist die gebräuchlichste Methode der Abtreibung und wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Einige Stunden vor der eigentlichen Abtreibung wird ein Scheidenzäpfchen in den Gebärmuttermund eingeführt, um ihn aufzuweichen. Mittels immer grösserer Metallstifte wird der an sich versiegelte Eingang der Gebärmutter gewaltsam geöffnet. Der Arzt führt dann eine sog. Absaugkürette (Durchmesser ca. 6-10 mm) durch den Gebärmutterhals ein. Sie ist an eine Absaugmaschine angeschlossen, deren Saugkraft etwa 30 mal stärker ist als die eines Haus-Staubsaugers. Das Kind wird ohne Betäubung zerrissen und abgesaugt. Der Kopf muss meist zertrümmert werden, bevor er abgesaugt werden kann. Um sicherzugehen, dass die Abtreibung vollständig erfolgt ist, fügt nun der Arzt die Körperteile des toten Kindes zusammen - oder überprüft zumindest, ob alle Teile vorhanden sind.
Die Absaugmethode kommt bis zur 13. Schwangerschaftswoche zur Anwendung, zum Teil in Kombination mit einer Auskratzung (Kürettage).




Bild links oben:
Ein ungeborenes Kind in der 8. Schwangerschaftswoche - lebend.

Bild links:
Ein durch Absaugung getötes Kind mit 8 Wochen






Curettage (Ausschabung)

Bei dieser Methode die zwischen der 7. und der 12.Woche angewandt wird, wird der fest verschlossene Muttermund mit Hilfe verschiedener Instrumente (u.a. sog. Hilfe von Hegarstiften) erweitert, damit der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen kann. Anschließend wird ein scharfes gebogenes Messer durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Der Körper des Kindes wird in Stücke zerschnitten. Nachdem alle Kindsteile entfernt sind, wird die Gebärmutter mit einer Curette (einem stumpfen Schabeisen) ausgeschabt. Aufgabe des Operationspersonals ist es nun, die Leichenteile wie Arme, Beine, Kopf und Rumpfteile wie ein Puzzle zusammen zu setzen, um sicherzugehen das die Gebärmutter leer ist. Ansonsten könnte die Mutter Blutungen oder Infektionen bekommen. Diese Methode kommt in der BRD bei ca. 11% aller Abtreibungen zum Einsatz.



Bild rechts oben:
Die Füßchen eines ungeborenen Kindes mit 11 Wochen - lebend

Bild rechts:
Ein abgetriebenes Kind mit 11 Wochen - zerstückelt




SPÄTABTREIBUNGSMETHODEN

Prostagladin-Methode

Eine Abtreibung mit Mifepriston/Prostagladinen verläuft im wesentlichen wie eine eingeleitete Geburt. Das Prostagladin wird gespritzt und/oder als Gel auf den Muttermund aufgetragen. Das Prostaglandinverfahren birgt für den abtreibenden Arzt bei fortgeschrittener Schwangerschaft die „Gefahr" der Geburt eines überlebensfähigen Kindes in sich. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird die Bauchdecke der Mutter mit einer langen Nadel unter Ultraschallsicht durchstochen, bis man in die Fruchthöhle gelangt. Das Herz des Kindes wird aufgesucht und das Kalium-Chlorid hineingespritzt. Kalium in hoher Dosierung ist für das Reizleitungssystem des Herzmuskels ein tödliches Gift, da es jede koordinierte Kontraktion unmöglich macht und damit den Kreislauf zum Erliegen bringt. Das so getötete Kind kann, ohne daß die „Komplikation" des Überlebens gefürchtet werden muss, entbunden werden

Durch die Prostagladinmethode abgetriebenes Kind in der 26. Schwangerschaftswoche





Kochsalzlösung

Der Abtreiber injiziert eine Salzlösung in die Gebärmutter. Das Kind trinkt sie mit dem Fruchtwasser und wird innerlich und äußerlich verbrannt.

Verzicht auf die Versorgung des Kindes
Das geborene Kind wird liegen gelassen, bis es stirbt.

Dilatation-Entleerung (D&E)
Der abtreibende Arzt schneidet dem Baby ein Bein ab und wartet, bis es verblutet ist. Bei grösseren Babys muss der Schädel zertrümmert werden, damit die Stücke durch den Gebärmutterhals gezogen werden können.

Teilgeburtsabtreibung (D&X, vor allem in den USA)
Vorerst wird ein Bein gewaltsam in den Geburtskanal herausgezogen und das Baby bis auf den Kopf entbunden. Der abtreibende Arzt stösst danach mit einer spitzen Schere in den Hinterkopf, reisst ein Loch auf und saugt das Gehirn heraus. Danach wird das tote Baby entfernt.



Bild rechts oben:
Ungeborenes Kind mit 20 Wochen - lebend

Bild rechts:
Durch Salzlösung getötetes Kind mit 22 Wochen






Abtreibungspille RU486

Bei der Abtreibungspille handelt es sich um ein Anti- Schwangerschaftshormon (Antigestagen), das die Versorgung des ungeborenen Kindes unterbricht. Da die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen zum Kind allmählich eingeschränkt wird, kommt es zu einem langsamen, sich über Tage hinziehenden Tod des ungeborenen Kindes. Während dieses Vorganges spürt die Mutter den Todeskampf ihres Kindes. Viele der Frauen möchten in dieser Phase die Abtreibung stoppen, es ist aber bereits zu spät.
Zwei Tage später nimmt die Frau mit Prostaglandin eine weitere hormonähnliche Substanz zu sich, die künstliche Wehen einleitet, den Gebärmutterhals weitet und eine Fehlgeburt auslöst.
Nach zehn Tagen überprüft der Arzt die Vollständigkeit der Ausstossung. Bei ca. 5% der Mütter muss eine ergänzende operative Abtreibung vorgenommen werden.
Die Blutungen der Frau beginnen bereits in den ersten beiden Tagen und dauern normalerweise bis zum Kontrolltermin. Die Ausstossung ist häufig mit Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Benommenheit oder Hautausschlägen verbunden. Zur Linderung der schmerzhaften Wehen müssen teilweise starke Schmerzmittel verabreicht werden.
Eine Abtreibung mit Mifegyne ist nicht kostengünstiger als andere Methoden.


15.03.2008 | lebe@tele2.it

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