Preisträger 2018 - Bewegung für das Leben-Südtirol

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Preisträger 2018

Preis des Lebens

PREIS DES LEBENS 2018


Am Sonntag, 26.Mai 2018 wurde der PREIS DES LEBENS an eine ganz besondere Familie verliehen!
Malgorzata und Florian Fischer aus Algund bei Meran haben ganz bewusst JA zu ihrem 5. Kind gesagt, obwohl ihnen von den Ärzten mitgeteilt wurde, dass das Kleine behindert sein könnte und die Eltern mehrmals auf die Möglichkeit der Abtreibung hingewiesen wurden!

Foto v.l.n.r.:
Jurek, Barbara, Papa Florian mit Klein-Franziska, Ursula, Mama Malgorzata und Teresa, die stolz die Skulptur in der Hand hält.


Laudatio, gehalten vom Preisträger des Vorjahres, Dr. Hermann Zagler:
 
"Heute können wir mit großer Freude vermelden, dass zumindest in einem Fall das Leben über den Tod durch Abtreibung gesiegt hat, leider aber auch, dass gestern (26.05.2018) ein Abtreibungsverbotsgesetz von 1983 im katholischen Irland gekippt worden ist. Ich frage mich ganz ehrlich, wohin das einst christliche, heute aber hedonistische, total liberale, zerrissene Europa steuert, denn es ist mit Blindheit geschlagen und nicht mehr imstande, ethisch logisch zu denken und zu handeln. Die Medien liefern uns tagtäglich ein bedenkliches und trauriges Bild von Europa…Offensichtlich glaubt man, eine Zukunft ohne den Segen Gottes aufbauen zu können.
Wir begegnen in unserer Gesellschaft immer weniger Menschen mit Down Syndrom, und haben daher beschlossen, unseren Preis in diesem Jahr einer Familie zu überreichen, die sich bewusst für ihr Kind mit einem Chromosomzu viel (47) entschieden hat. Wie uns allen bekannt ist, werden neun von zehn Kindern mit dem Down Syndrom abgetrieben. Ein weiterer entscheidender Punkt für die Vergabe des diesjährigen Preises des Lebens ist der Einblick in die Beratungspraxis, den wir durch das Zeugnis von Frau Fischer erhalten haben.
Das fünfte Kind vom Ehepaar Fischer ist mit dem Down Syndrom geboren. Ihr Zeugnis, Frau Fischer, das wir bereits in der Lebe Zeitschrift vom April - Mai veröffentlichen durften, hat uns einen tiefen Einblick in die Beratungspraxis für Frauen, die ein behindertes Kind zu erwarten haben, gegeben. Während im Artikel 2 des Abtreibungsgesetzes 194 verankert ist, dass der Frau, welche durch ihre Schwangerschaft in eine große Krise gerät, mit allen verfügbaren Mitteln geholfen werden muss, passiert in der Regel genau das Gegenteil: bei Verdacht auf eine Behinderung des Ungeborenen, wird direkt und ziemlich nachdrücklich auf die Möglichkeit der Abtreibung hingewiesen. Dadurch wird deutlich gemacht, dass man ein Kind, das nicht perfekt und gesund zur Welt kommen würde, der Frau nicht zumuten kann. Um noch genauer zu sein, die Hilfe für die Frau ist die Abtreibung ihres Kindes. Sie berichten, dass Sie und Ihr Mann sich energisch gegen diese „Hilfeleistung“äußern mussten. Ihre traurige Vermutung, dass sehr Viele das Angebot wohl annehmen werden, zieht uns alle in die Wirklichkeit dieser barbarischen Abtreibungsideologie hinein, abgesehen davon, dass insgesamt die Abtreibung freien Lauf hat.
Sie berichten dann aber auch, dass der Arzt erleichtert schien, als Ihre Entscheidung für Ihr Kind definitiv fest stand. Wir sehen, in welches Dilemma uns diese Spirale des Tötens bringt. Der Mensch, der von seinem Ursprung her auf das Leben ausgerichtet ist, wird per Gesetz gezwungen,  auf das Töten hinzuweisen und zu töten. Während Mord bestraft wird, kann man ungeborene, hilflose Menschen legal töten: dass menschliche Embryos bereits Individuen sind, hat das ‚Comitato nazionale di bioetica‘ auf wissenschaftlicher Basis mehrmals erklärt. Dass diese Haltung schlimmer als jene der Tiere ist, kann kein Mensch und kein Volk ohne Schaden überstehen.
Wir möchten nochmals die schwierige Zeit nach der Geburt in Erinnerung rufen, in der Sie mit den vielen gesundheitlichen Problemen Ihrer kleinen Tochter Franziska konfrontiert wurden und die Kleine zahlreiche Untersuchungen über sich ergehen lassen musste. Zum Glück haben sich ja nicht alle Diagnosen als so schlimm bestätigt, wie sie befürchtet worden waren.  Schockiert hat Sie allerdings die Aussage einer Säuglingsschwester, welche die abtreibungsbefürwortende Haltung des Arztes mit der Kostenrechnung begründete, nach der ein behinderter Mensch weit mehr kostet, als eine Abtreibung, wobei jede Abtreibung dem Steuerzahler rund € 2.000.- kostet und in Südtirol bei ca. 500 Abtreibungen im Jahr sind es ca. 1 Million €.
Die fruchtbringenden Gespräche, die eine Psychologin mit Ihnen auf der Entbindungsstation geführt hat, hätten Sie auch gut und gerne während der Schwangerschaft angenommen. In dieser Zeit war aber die diagnostizierte Behinderung für den Arzt kein Thema mehr,  sodass sie ohne jede Hilfe und Unterstützung außerhalb der Familie auskommen mussten. Vom Verein „Il Sorriso- Das Lächeln“ und den guten Vernetzungen der Familien haben Sie ja erst nach der Geburt nach und nach erfahren.
Sie hatten das große Glück, Ihr ungeborenes Kind als etwas Besonderes zu sehen, das eben nur besonderen Eltern zugemutet wird. Diese Lebensphilosophie ist bemerkenswert und wird wohl auch durch Ihren starken Glauben geprägt. So bewältigen Sie auch den schwierigen Alltag.  Zwischen der vielen Arbeit und Termine für Therapie, Musikschule, Sport und dergleichen können Sie auch die Freude und die besondere Lebensausstrahlung der kleinen Franziska genießen. Ihre Kinder lieben die kleine Schwester und könnten sich wohl kaum vorstellen, sie nicht zu haben.
Nochmals möchten wir Ihnen dafür danken, dass Sie sich so mutig dem Zeitgeist entgegengestellt haben und uns mit Ihrem Zeugnis und Ihrer Lebenshaltung zum Schutz des Lebens stärken!
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Gottes Segen, viel Glück und viel Freude mit ihrer Tochter Franziska!"

Wir führten mit Malgorzata Fischer für die Mai-Ausgabe unserer Zeitschrift LEBE folgendes Interview:

Chrstian Raffl, Präsident der Bewegung für das Leben, überreicht Malgorzata Fischer den "Preis des Lebens"
v.l.n.r.: Dr. Hermann Zagler, Preisträger des Vorjahres, Familie Fischer, Christian Raffl, Präsident der Bewegung für das Leben
Monika Haas (links) und Margareth Mur


ANERKENNUNGSPREISE

Monika Haas und Margit Mur
bekamen einen Anerkennungspreis für ihre jahrelange Tätigkeit in der Beratunsstelle "Lichtblicke". Diese Beratunsstelle schließt ihre Tore in Bozen und wird nach Meran umgesiedelt. Aus diesem Grund beenden Monika und Margit ihre Tätigkeit.
Monika Haas ist seit 27 Jahren in der Beratungsstelle "Lichtblicke", ehemals "Kontakt und Hilfe", tätig und war maßgeblich am Aufbau beteiligt. Sie hat mit den anderen Mitarbeitern zahlreichen Müttern geholfen, JA zu ihrem ungeborenen Kind zu sagen

Margit Mur arbeitet seit einigen Jahren in der Beratungsstelle "Lichtblicke" mit und deckte mehrmals wöchentlich den Bürodienst ab.
Laura (links) und Manuela von der Jugend für das Leben - Österreich


Manuela und Laura
von der Jugend für das Leben - Österreich bekamen einen Anerkennungspreis für ihre vielfältigen Tätigkeiten, um den Lebensschutz-Gedanken vor allem in den Jugendlichen zu verankern.
Sie gehen mit viel Enthusiasmus u.a. in Schulen und halten Vorträge, gehen mit Infoständen und Märschen für das Leben auf die Straßen und machen mit einem jährlichen 14-tägigen Marsch quer durch Österreich auf die Anliegen der Ungeborenen und deren Mütter in Not aufmerksam.
In der diesjährigen Woche für das Leben waren die beiden jungen Frauen auch in Südtirol in Schulen und bei Veranstaltungen im Einsatz. Die Bewegung für das Leben bedankt sich dafür ganz herzlich!
Steuernummer:  94027310211
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